Meinung: “Wo seht ihr uns in 15 Jahren”

Zum Hintergrund

Die Frage: “Wo seht ihr uns in 15 Jahren”… wurde an die Mitarbeiter einer kleinen Fima gestellt. Im Rahmen der jährlichen Mitarbeiterversammlung (1,5 Tage, Workshops) soll diese Fragestellung (neben Weiteren) beantwortet werden. Kleine Arbeitsgruppen nehmen ihre Sichtweise auf Kurzfilmen auf, damit eine kleine Truppe halb-Freiwilliger diese danach zusammenschneiden kann. Das Ergebnis wird vor versammelter Mannschaft bewundert und die besten Beiträge prämiert. Nun muss man wissen, dass es sich bei der kleinen Firma um ein IT-Beratungsunternehmen handelt. D.h. ein Ansatz: “Neben Schoko-Osterhasen erweitern wir unser Sortiment um Vanille-Weihnachtsmänner” ist wahrscheinlich nicht offensichtlich greifbar. Auf der anderen Seite scheint eine gemeinsame Unternehmensstrategie mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu entwickeln, äußerst motivierend zu sein. Aus gutem Grund wie ich finde, denn: Ist die Kreativität “gleichgesonnener”, mit ihrer Nähe zum angebotenen Produkt, mit ihrem Einblick in die unternehmerischen Hintergründe und dem Wissen über ihr Umfeld nicht von unschätzbarem Wert?

Da ich einer dieser Mitarbeiter bin, mache ich mir natürlich auch Gedanken darüber. Recht abstrakt zusammengefasst sehe ich folgende Möglichkeiten:

  • “Business as usual”: Bisher kommen wir gut durch, warum etwas ändern?
  • “Strategische Neuausrichtung”: Was hat sich in den vergangenen 15 Jahren alles in der IT/IT-Beratung getan? Ist ein Ausblick “in 15 Jahren” evtl. ein wenig zu langfristig angelegt?
  • “Kleine Wagnisse eingehen”: Warum müssen wir entweder Nichts oder Alles umgeworfen haben? Sollten wir uns nicht jeden Tag ein klein wenig in die Zukunft orientieren und damit stetig kleine Schritte nach vorne gehen? Können wir uns so nicht leichter an unser Umfeld (Markt);  das Unternehmen (Mitarbeiter/innen) an die Änderungen und den Veränderungsprozess gewöhnen?
  • “Mauern”: Natürlich können wir (weiter?) mauern. Schließlich hat sich unser Umfeld nicht zu verändern…
  • “Uns feiern, bis das Licht angeht”: Warum darf man sich nicht auf dem Geleisteten ausruhen und positive Ergebnisse feiern? Ich denke das muss man! Nur sollte man auch irgendwann wieder ausnüchtern (nicht erst, wenn das Licht angeht und der Anschluss zum Wettbewerb verloren ist).
Mitarbeiter können in diesen Unternehmen die strategischen Ziele mitgestalten. Aber welche sind die Richtigen?
Mitarbeiter können in diesen Unternehmen die strategischen Ziele mitgestalten. Aber welche sind die Richtigen?

Viele Beiträge und möglicherweise viele neue Ideen werden gesammelt, bewundert und prämiert. Neben diesem positiven und mutigen Schritt folgen aber noch viele Andere. Wird eine Idee tatsächlich die Hürde vom Reißbrett zur Feinplanung schaffen, sollte aus meiner Sicht das Einbeziehen der Belegschaft nicht stoppen. Jede/r hat den Beitrag gesehen. Einige werden die Idee ebenfalls gutheißen. Aber alle werden später fragen: Was wurde aus dem Thema xyz? Was ich mit diesem Text sagen möchte ist einfach: Die Belegschaft in die Unternehmensentwicklung einzubeziehen ist nicht schwer – dieses Vorgehen beizubehalten und Nachhaltigkeit nicht nur fadenscheinig Vorzuloben dagegen sehr!

So, 3 Euro in’s Phrasenschwein und einen schönen Start in die Woche 🙂

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