Spannend war es in Waldheim oder besser gesagt in Massanei. Ihr wisst nicht, wo das liegt? Wir wussten es ehrlich gesagt auch nicht. Kurz hinter Döbeln dachten wir auch die “Middle of Nowhere” erreicht zu haben,  doch dann tauchte aus dem Nichts das Schulungszentrum der AOK Plus auf – der Ort für unser agiles Zirkeltraining.

Der Start

Die ganze Geschichte begann auf der PMWelt 2018. Daniel und ich wurden nach unserem Workshop gefragt, ob wir uns es vorstellen könnten, eine 1-Tagesveranstaltung für knapp 100 Projektmanager durchzuführen. Ziel des Trainings sollte es sein den Teilnehmern neue, agile Sichtweisen schmackhaft zu machen. Wir fanden die Idee spannend und ließen sie reifen. Während unserer Überlegungen kamen wir recht schnell zu dem Schluss, dass es schwierig werden würde, 100 Leute zu zweit mit Hilfe von Workshops zufriedenzustellen.

Also aktivierten wir unser Netzwerk und bildeten mit unserem Buch-Mitautor Bernhard Schloss, Heiko Barlog und Julian Kea eine prima Combo. Oder um es mit den Worten von Ralf Schmitt dem Moderator der Veranstaltung zu sagen: der ältere Herr, der Kanadier, der Langhaarige, der ohne Haare und der Herr Bartlos.

Wir überlegten nun also gemeinsam, wie wir einer Gruppe von knapp 100 Leuten das Thema Agilität in Form von kleinen, spannenden Häppchen appetitanregend gestalten könnten. Et voilá – wir landeten bei einem agilen Zirkeltraining.

Der Ablauf

Vergleichbar einem OpenSpace-Setting bildeten wir 5 Stationen, die die Teilnehmer in jeweils 30 Minuten langen Sessions besuchten und dabei aktiv mitarbeiteten.

Die Stationen gliederten wir wie folgt:

Station 1: Visuelles Denken – Daniel gab den Teilnehmern einen Einführungskurs in visuelles Denken, zeichnete anschließend mit ihnen Flipcharts und brachte ihnen das visuelle Alphabet näher
Station 2: Der Marktplatz für Macher (light) – Heiko führte mit den Teilnehmern eine schnelle Mittelanalyse durch. Ein erster Einblick in das Thema Effectuation.
Station 3: Agile Battleships – Mit Julian wurden Schiffe versenkt, anschließend die Ergebnisse reflektiert und Schlüsse für die tägliche Arbeit gezogen.
Station 4: Empathie – Bernhard wanderte mit seinen Teilnehmern durch eine Sonderausstellung im Museum für Dokumentationswerkzeuge in Dokumentswana. Wem das jetzt spanisch vorkommt, dem sei unser demnächst erscheinendes Buch Business Visualisierung empfohlen.
Station 5: Role Model Canvas – Zu guter Letzt bearbeitete ich mit den Teilnehmern das Thema Rollenklärung für Scrum Master, Product Owner, Projektleiter und Linienvorgesetze mit Hilfe unseres eigenen Canvas-Modells.

Ihr seht, 5 reichlich unterschiedliche Typen mit 5 reichlich unterschiedlichen Themen. Ein vielfältiger Mix, der offensichtlich gut ankam, wie die abschließende Reflexionsrunde und das Gruppenfeedback durchblicken ließ.

Uns hat unser erstes agiles Zirkeltraining auf jeden Fall mächtig Spaß gemacht (trotz Affenhitze).

Wenn wir auch Euer Interesse geweckt haben sollten, sprecht uns gerne an.
Wir würden es wieder tun 😉

Viele Grüße,
Christian

p.s. Hier noch der Link zum agilen Bootcamp in Berlin im September

Nachfolgend noch ein paar Bilder und Impressionen…

Die Session von Julian
Die Session mit Daniel
Christian’s Session
Der Marktplatz der Macher ..mit Heiko
..von und mit Bernhard
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3 thoughts on “Agiles Zirkeltraining

  • 1. June 2018 at 10:23
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    ein klassisches Szenario für ein sogenanntes “World-Café” 😉

    Reply
    • 1. June 2018 at 10:29
      Permalink

      Naja, nicht ganz… Ein World Café ist ja mehr für die Erarbeitung eines oder mehrerer Aspekte eines Themas in der Großgruppe gedacht. Wobei unser Setting mehr zum Ziel hatte, Impulse für die Gruppe zu setzen…

      Reply
  • 2. June 2018 at 9:03
    Permalink

    Ich finde das Wort Zirkeltraining in diesem Zusammenhang super! Schließlich trainiert man fünf verschiedene Denk-Muskel 🙂 Was daran agil ist, kann ich nicht sehen, soll auch keine Kritik sein – ich bin halt Essentialist 🙂
    Danke fürs Teilen!
    Nadja
    PS: Euer Kommentar-Plugin hat DSGVO-Verbesserungspotential 😉

    Reply

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